Aribert Werner Kalke

Aus Ibbtown Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aribert Werner Kalke war ein deutscher SS-Obersturmmann. Er diente bei der Waffen-SS im SS-Panzergrenadier-Regiment 26 unter SS-Sturmbannführer Bernhard Krause[1], das zur 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“ gehörte. Diese Division ist verantwortlich für das Massaker von Ascq.

Kriegsjahre[Bearbeiten]

Kalke wurde in Niederschlesien geboren. 1934 trat er dem Jungvolk bei und 1940 der Hitler-Jugend. Von der Division "Hitlerjugend" hörte er das erste Mal 1943 und trat ihr bei, weil die Waffen-SS bei Freund und Feind als Eliteeinheit angesehen worden wäre. Er wurde dem 1. Battalion, Regiment 26, unter SS-Sturmbannführer Krause zugeteilt. Er war nach eigenen Angaben als Kurier tätig. Am 7. Juni 1943 kam er mit der Division in der Normandie. Am 9. April 1945 wurde er am Ufer der Donau verwundet. Er wurde verhaftet und im März 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.

Als ich 17 Jahre alt war und mich freiwillig meldete, um mein Land zu beschützen, hätten wir uns nie vorstellen können, dass wir als Kriminelle abgestempelt werden, für was wir getan haben. (...) Ich wurde als Mitglied des Jungvolkes, der Hitlerjugend und der Waffen-SS erkannt, aber weil ich so jung war, klassifizierten sie mich als zu jung um verantwortlich zu sein.[2]

Leserbrief zu SS-Obersturmbannführer Walter Reder[Bearbeiten]

Am 15. Februar 1980[3] erschien in der Ibbenbürener Volkszeitung ein Leserbrief von Aribert Kalkes, in dem er sich für die Freilassung von Walter Reder ausspricht:

Wer sich mit der Materie vertraut gemacht hat weiß, daß Reders Unschuld einwandfrei bewiesen ist. Daß er weder unmittelbar noch mittelbar mit den ihm zur Last gelegten Untaten zu tun hatte.

Vereinsaktivität[Bearbeiten]

Aribert Kalke war Ehrenvorstandsmitglied des Sozialverbandes VdK, Kreisverband Steinfurt[4].

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Lieb, Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg?: Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, S. 445f.
  • Hubert Meyer, Kriegsgeschichte der 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend", Munin-Verlag, Osnabrück, 1982
  • Michael Peterson, Baby Division, 2008

Einzelverweise[Bearbeiten]

  1. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Knight%27s_Cross_of_the_Iron_Cross_recipients_(Kn%E2%80%93Kz)
  2. Michael Peterson, Baby Division, S. 63
  3. https://archiv.ivz-aktuell.de/IVZ/1980/19800215/039_IVZ_1980-02-15_014-t001.jpg
  4. http://www.vdk.de/kv-steinfurt/ID351