Henriette Kamenetzky

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Henriette Kamenetzky (geboren am 5. Juli 1894 als Henriette Löwenstein in Ibbenbüren, gestorben 1942 im Vernichtungslager Treblinka) war eine deutsche Schuhverkäuferin.

Leben[Bearbeiten]

Henriette Löwenstein heiratete den aus Polen stammenden Salomon Kamenetzky. Die Eheleute hatten zwei Kinder, von denen nur der Sohn Hermann (geboren 1920) die Nazi-Herrschaft überlebte. Hermann konnte 1934 nach Palästina ausreisen. Die Familie zog nach dem ersten Weltkrieg nach Hameln gezogen und unterhielt ein kleines Schuhgeschäft in der Bahnhofstraße 40 (heute Nr. 14). Sie wohnte in einer bescheidenen, 43 qm großen Wohnung im Dachgeschoss in der Königstraße 37 (seit 1935 Nr. 2).[1] Aufgrund des Boykotts jüdischer Kaufleute musste das Geschäft 1936 schließen. Wegen des von der nationalsozialistischen Regierung erlassenen Aufenthaltsverbots für polnische Juden wurde die Familie Kamenetzky mit der Tochter Eva am 28. Oktober 1938 über Hannover an die polnische Grenze nach Bentschen (Zbaszyn) deportiert.[2] 1939 kamen Salomon, Henriette und die Tochter Eva, geboren 1928, in das Ghetto Wolomin. 1942 wurden sie in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort ermordet.[3]

Stolperstein[Bearbeiten]

Am Standort des früheren Hauses Große Straße 44 in Ibbenbüren ist für Henriette Kamenetzky ein Stolperstein verlegt worden.

Einzelverweise[Bearbeiten]

  1. http://stolpersteine.geschichte-hameln.de/namenschicksale/26kamenetzky.php?name=kamenetzky
  2. http://www.geschichte-hameln.de/gedenkbuch/dokumentation/indexgb.php?p=einn&eidi=1032
  3. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_stolpersteine.htm