August Heinrich Berning
Weitere Optionen
August Heinrich Berning (geboren am 17. Februar 1895 in Duisburg, gestorben am 3. Januar 1979[1]) war ein deutscher Journalist[2], christlicher Kultur- und Sozialpolitiker (Zentrumspartei), Lyriker und Chefredakteur. Er ist der Vater von Vincent Berning. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er eine Redaktion bei der Ibbenbürener Vereinsdruckerei, die auch die Ibbenbürener Volkszeitung mit einem überregionalen Teil belieferte.
August Heinrich Berning wurde am 17. Februar 1895 in Duisburg geboren.
Er machte 1914 nach dem Besuch der Oberrealschule Abitur und studierte zwischen 1914 und 1919 Philologie, Literaturwissenschaft und Zeitungswissenschaft an den Universitäten Marburg, München und Münster. Von 1920 bis 1923 war er Volontär, Feuilletonredakteur und später Chefredakteur der "Bergischen Post" in Opladen. 1923 wurde er Mitherausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift "Die Schildgenossen" auf Burg Rothenfels am Main. 1924 wurde er durch den damaligen Reichskanzler Brüning nach Berlin gerufen, um dort als Chefredakteur des Gewerkschaftsblattes "Der Deutsche" (Christlicher Gewerkschaftsbund) tätig zu sein. Zwischen 1927 und 1933 war er Leiter und Hauptreferent der "Gesellschaft zur Förderung politischer Bildungsarbeit", die von Brüning gegründet worden war. Während dieser Zeit hielt er zahlreiche politische Vorträge, vor allem über den "Kommunismus" und "Nationalsozialismus". 1933 wurde die Gesellschaft von der NSDAP aufgelöst. Bis 1935 war Berning daraufhin arbeitslos. Zwischen 1935 und 1944 war er Mitarbeiter an verschiedenen kirchlichen Zeitschriften. Nach deren Verbot erhielt auch Berning Berufsverbot. 1945 war er zunächst Mitlizenziat der "Hessischen Nachrichten" in Kassel (...).[3]
Berning verfolgte die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse und veröffentlichte seine Eindrücke am 5. und 12. Dezember 1945 in der Zeitung Hessische Nachrichten.[3] August Heinrich Berning erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Hugo Stenzel die Lizenz GH 201, durch die die Frankfurter Neue Presse gegründet wurde, deren Chefredakteur er wurde.[3] Am 31. Juli 1947 wurde Berning seiner Stellung enthoben, weil er einen Beamten der amerikanischen Militärregierung als Anarchisten bezeichnet hatte.[3] 1949 leitete er eine Redaktion in Ibbenbüren. 1950 wurde er Chefredakteur einer Kirchenzeitung in Aachen.[3]
Die gemeinsame Grundlage unserer Pressearbeit bleibt der Kampf gegen jede reaktionäre und faschistische Denkweise, gegen Unduldsamkeit und geistige Verstocktheit, sodann der entschiedene Einsatz für eine soziale Volks- und Gesellschaftsordnung, in der die arbeitende Bevölkerung den Platz erhält, der ihr zusteht. Auch die neue Zeitung ist ein über den Parteien stehendes Organ der öffentlichen Volksmeinung, in ihr werden alle Parteien ihren Platz finden; ihre Programme, Arbeiten und Leistungen sollen objektiv gewürdigt werden. Der Gewerkschaftsvertretung wird größte Aufmerksamkeit geschenkt. Auch den anderen Elementen unseres Wirtschaftslebens, dem Handel, dem Gewerbe und der Landwirtschaft wird förderndes Interesse entgegengebracht.[3]
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ https://www.stadtbibliothek-leverkusen.de/Bibliothek-online/Profisuche/Suchergebnis?id=0440959
- ↑ https://nbi.sankt-georgen.de/assets/documents/papers/FAgsF_66_Internetversion_end.pdf
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 https://eldorado.tu-dortmund.de/server/api/core/bitstreams/20a1ae97-7624-4b99-92f4-9c1613763862/content