Carl Dyckhoff
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Carl Dyckhoff (geboren am 14. Juni 1887[1], gestorben am 5. August 1943 in Ibbenbüren[2]) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (Zentrum). Im Zweiten Weltkrieg positionierte er sich als Gegner des Regimes, so dass er Repressalien zu ertragen hatte.
Carl Dyckhoff wurde am 14. Juni 1887 geboren. Er war Inhaber der Firma Lodde und Dyckhoff und Gesellschafter der Ibbenbürener Vereinsdruckerei[3].[4] Er war mit Ella Dyckhoff (geborene Lodde) verheiratet, mit der er sich im Januar 1920 verlobt hatte[5]. Beide bekamen fünf Kinder: Carl Ludwig, Heribert, Reinhold, Udo und Bernward. Er war sowohl im Stadtrat Ibbenbürens als auch im Kreistag in Tecklenburg politisch tätig. Er gehörte seit dem 24. Januar 1922 dem Vorstand der damaligen Kreissparkasse Ibbenbüren an.[6] Am 11. Januar 1937 wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Ibbenbürener Volksdruckerei gewählt,[7] dem er seit dem 8. Juni 1931 als Nachfolger von Ignatz Mohrmann angehörte[8].
Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 5. August 1943 in seinem Wohnhaus an der Hermann-Göring-Straße 18[9] in Ibbenbüren.[2]
Ehrung
Bearbeiten Quelltext bearbeitenCarl Dyckhoff erhielt für sein Wirken das Ehrenkreuz Pro ecclesia et pontifice.[10]
Zitate
Bearbeiten Quelltext bearbeitenCarl Dyckhoff gehörte auch mit zu den Ibbenbürenern, die im sogenannten "tausendjährigen Reich" passiven und aktiven Widerstand leistete. In Ibbenbüren residierte und regierte damals Kreisleiter Heinrich Knolle, der zwar kein "Himmler von Ibbenbüren" war, aber dennoch versuchte, Männer wie Carl Dyckhoff zu isolieren. Unvergessen ist noch jeder bezeichnende Vorfall, der sich in einer politischen Versammlung mit dem damaligen Kreisleiter so abgespielt hat: Heinrich Knolle kritisierte in dieser Runde, daß es in Ibbenbüren noch Männer gäbe, die freundschaftliche Beziehungen zu einem Zentrumspolitiker (gemeint war Carl Dyckhoff) unterhielten und mit diesem auch noch regelmäßig kegelten. (...) Moritz Drees (...) ging zum Rednerpult und erwiderte dem Kreisleiter, daß er (Knolle) gar nicht so drumherumreden brauche und getroßt "Roß und Reiter" nennen könne. Er (Drees) denke gar nicht daran, die freundschaftlichen Beziehungen zu Carl Dyckhoff aus politischen Gründen abzubrechen, beendete die Zurechtweisung und ging aus dem Saal.[11]
Gerade Carl Dyckhoff war es, der mit gewandter, sachlicher Feder die Probleme in unserer IVZ umriß, die Bevölkerung mitgehen ließ und in Wort und Tat maßgeblich daran beteiligt war, daß die Kriegswunden allmählich heilten[10]
Trivia
Bearbeiten Quelltext bearbeitenEs stand in Rede, das heutige Anton-Rosen-Gängesken, das am früheren Garten von Carl Dyckhoff vorbeiführt und zu seinem Besitz gehörte, nach ihm zu bennenen.[12]
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ Artikel Das Zeitungsleben nimmt neuen Anlauf in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 6. Mai 1999
- ↑ 2,0 2,1 Todesanzeige zu Carl Dyckhoff in der Ausgabe der Zeitung Westfälische Tageszeitung vom 7. August 1943
- ↑ Artikel Staatspolizei fertigte geheime Berichte über die IVD-Gesellschafter an in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 2. Dezember 1998
- ↑ Der Fahrer der Firma war Anton Mönninghoff, der Vater von Karl-Heinz Mönninghoff; s. Klaus Rotte, Karl Schroeder: Nach dem Kriege einer der ersten Privatfahrer in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 23. Februar 1985
- ↑ s. Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 24. Januar 1920
- ↑ s. Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 6. Januar 1999
- ↑ s. Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 14. Dezember 1973
- ↑ s. Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 18. November 1998
- ↑ heute Breite Straße 18
- ↑ 10,0 10,1 Ferdinand Schulte, Von Sonntag zu Sonntag, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 6. Juli 1968
- ↑ Aloys Veismann, Worüber man spricht und sprechen sollte, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 18. Oktober 1980
- ↑ Artikel Von Carl Dyckhoff bis Anton Rosen in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 24. September 1980