Menü aufrufen
Toggle preferences menu
Persönliches Menü aufrufen
Nicht angemeldet
Ihre IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, wenn Sie Änderungen vornehmen.

Crespel & Deiters

Ibbtown Wiki - Wissen, das verbindet

Crespel & Deiters ist ein Unternehmen aus Ibbenbüren.

Alexander Crespel, ein Sohn von Johann Bernhard Crespel und damals hauptverantwortlicher Hüttendirektor der Gravenhorster Eisenhütte, hatte 1845 in Ibbenbüren das Gut Langewiese und drei Jahre später das Gut Grone erworben um dort, unter anderem, eine Getreidemühle zu bauen.[1] Mit seinem Sohn Georg und seinem Schwiegersohn Josef Deiters gründete er das Unternehmen Crespel & Söhne, später Crespel & Deiters. Ab 1900 führten Hugo und Gustav Deiters die Firma.

Zeit des Nationalsozialismus

Bearbeiten Quelltext bearbeiten

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Firmeninhaber Hugo Deiters Mitglied der NSDAP. Sein Bruder Gustav war Mitglied der völkisch-antisemitischen Partei DNVP, für die er in den Tecklenburger Kreistag gewählt wurde. In der Steinkohlegrube Mieke, die Hugo Deiters gepachtet hatte, wurden 23 Zwangsarbeiter eingesetzt. Eine erhellendere Arbeit über die Firma in der Zeit des Nationalsozialismus ist noch nicht erarbeitet worden. Der Unternehmensbiograf Karl-Peter Ellerbrock schreibt hierzu:

[E]ine kritische Geschichte der Firma Crespel & Deiters während des Nationalsozialismus kann an dieser Stelle nicht vorgelegt werden, dafür ist die Quellengrundlage, wie sie das Firmenarchiv bietet, viel zu dürftig. (...) Es gibt aber in anderen Zusammenhängen z.B. Hinweise darauf, dass Gustav Deiters eine verantwortliche Position innerhalb der nationalsozialistischen Ernährungswirtschaft inne hatte. So wird ihm in einer Glückwunschadresse des Fachverbandes der Stärkeindustrie im September 1949 zu seinem Geburtstag die Leitung "der Abteilung Weizenstärke im Rahmen der ehemaligen Fachgruppe der Stärkeindustrie" zugeschrieben.[2]

  1. Unternehmensbiografie des Unternehmens Crespel & Deiters; online: https://crespeldeitersgroup.com/de/milestone/vom-pionier-zum-marktfuehrer/
  2. Karl-Peter Ellenbrock, Auf Stärke gebaut, Aschendorf Verlag Münster, 2008, S. 131; Fußnote aus der Quelle: "Die Stärke (1949)"