Eugen Dorfmüller
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Dr. jur. Johann Anton Eugen Dorfmüller (geboren am 24. März 1897 in Ibbenbüren, gestorben am 1. August 1985 in Essen[1]) war ein deutscher Jurist und Kriegsrat in der Zeit des Nationalsozialismus.[2]
Eugen Dorfmüller wurde am 24. März 1897 als Sohn des Kaufmanns August Dorfmüller[3] und seiner Frau Maria Anna (geboren als Maria Anna Konermann)[1] in Ibbenbüren geboren. Sein Vater hatte ein Geschäft an der Adresse Breite Straße 1[4], später Große Straße 30, und dieser gehörte zu den Gründungsgesellschaftern der IVD[5]. Er besuchte die Volksschule in Ibbenbüren von 1903 bis 1907 und die Amtsrektoratsschule von 1907 bis 1912, anschließend das Gymnasium in Rheine bis 1915. Er studierte Jura und promovierte 1921 an der Universität Erlangen mit magna cum laude.[6][7]
Als Soldat nahm er an beiden Weltkriegen teil. Am 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei. 1934 wurde er an das Landgericht Essen versetzt, sein Hauptwohnsitz blieb aber Ibbenbüren. 1939 wurde er zum Langerichtspräsidenten befördert. Von 1941 bis 1942 war er Mitglied der Wehrmacht-Untersuchungsstelle.[6][8] Er leitete die WUSt-Ermittlungen in Jugoslawien im April 1941.[9] 1943 wurde er Kriegsrichter in Nordfinnland.
Er besaß ein Haus an der Adresse Breite Straße 13. Am 19. Oktober 1951 heiratete er in Gelsenkirchen. Er starb am 1. August 1985 in Essen.[1]
Trivia
Bearbeiten Quelltext bearbeitenDie Ibbenbürener Volkszeitung veröffentlichte Mitte der 1970er Jahre diverse Geschichten und Gedichte Dorfmüllers[10], u.a. die Kriminalgeschichte Der Detektiv, der von russischen Kriegsgefangenen handelt[11].
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ 1,0 1,1 1,2 Geburtsurkunde zu Eugen Dorfmüller im Stadtarchiv Ibbenbüren
- ↑ Mitgliedsausweis der NSDAP zu Eugen Dorfmüller; online: https://imgsrv.reit.codes/cropped/A3340-MFKL-F0017/page_2900.webp
- ↑ s. Artikel Lokales und Provinzielles in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 7. April 1917
- ↑ Werbeanzeigen des Geschäfts Theodor Dorfmüller in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 5. Dezember 1908
- ↑ Artikel In kurzer Zeit schon 2.500 Abonnenten in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 19. August 1998
- ↑ 6,0 6,1 Entnazifizierungsakte zu Eugen Dorfmüller; online: https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FNW-Bestaende%2FNW_1039-D%2F~012%2FNW_1039-D-01292%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=2&cHash=4ab426dc78f4de4f6815e57b65dc3fcf
- ↑ s.a. Artikel Erinnern Sie sich noch? in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 10. November 1971
- ↑ s.a. Alfred-Maurice de Zayas, Schlussbericht an die Deutsche Forschungsgemeinschaft und an das Institut für Völkerrecht der Universität Göttingen zum Projekt Wehrmacht-Untersuchungsstelle; online: https://alfreddezayas.com/Articles/DFG-Bericht-03-10-2012-NEU(1).pdf und https://www.alfreddezayas.com/Law_history/dfgschlussbericht
- ↑ Alfred Maurice de Zayas, Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle. Deutsche Ermittlgungen über alliierte Völkerrechtsverletzungen im Zweiten Weltkrieg, Universitas / Langen-Müller, 1979, erweiterte vierte Auflage 1984, 448 Seiten, hier: S. 400
- ↑ Eugen Dorfmüller, Prise, in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 22. März 1975
- ↑ Eugen Dorfmüller, Der Detektiv, in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 8. Juni 1974