Hermann Homann
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Hermann Homann (geboren am 12. Januar 1903 in Ibbenbüren, gestorben am 12. Januar 1948 in Ibbenbüren) war ein deutscher Dreher und Opfer des Nationalsozialismus.
Hermann Homann kam als zweiter Sohn des Landwirts Hermann Homann (geboren am 23. März 1871 in Roxel, gestorben am 12. Mai 1946 in Ibbenbüren) in Ibbenbüren zur Welt. Er war der Bruder von Heinrich und Josef Homann[1]. Der Hof der Familie befand sich an der Adresse Alstedde 125. Hermann Homann absolvierte eine Lehre als Dreher.
Widerstand im Nationalsozialismus
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Hermann Homann leistete in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand:
9.12. Hermann Homann wird gesucht. Er soll bei Kurlemann zuviel geredet haben. Er wird für 3/4 Jahre in Haft genommen.[2]
Er wurde zunächst vom 26. Januar 1935 bis zum 6. Februar 1935 im Polizeigefängnis Recklinghausen und danach bis zum 24. September 1935 im festgehalten. Seine Häftlingsnummer lautete 934. Er wurde stark misshandelt und gezwungen Raupen und Ungeziefer zu essen. Er wurde daraufhin dauerhaft krank und arbeitslos.[3]
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeite er als Ortspolizist in Laggenbeck.[4]
Brief an seine Familie
Bearbeiten Quelltext bearbeitenAm 14. April 1935 schrieb Hermann Homann folgenden Brief an seine Familie:
Endlich komme ich dazu, Euch auch mal wieder einen Brief zu schreiben. Ich kann Euch mitteilen, daß es mir gut geht. Wie Heini mir schrieb, hat Jöppi ja einen Unfall gehabt. Hoffentlich ist es nicht so schlimm geworden, so daß er bald wieder arbeiten kann. Was gibt es denn gutes in Laggenbeck? Habt ihr schon im Garten gearbeitet? Es wird euch sicher schwer fallen, wo Vater nicht da ist. Was macht Theo Knappmeyer, hat er schon Hochzeit gehabt? Bestellt ihm mal einen schönen Gruß von mir, er könnte mir zu Ostern wohl etwas schicken. Wir dürfen hier bis zum 25. April Pakete empfangen. Wenn es Euch möglich ist, so schickt mir doch auch ein Paket. Ich hätt' ganz gern ein kleines Schwarzbrot für die Milchsuppe. Auch möcht ich gern mein Rasierzeug haben. Jöppi kann das ja wohl zusammensuchen. Außerdem möcht ich gern meinen Tabakkasten und Zigarettenetui und mein Portmonnaie haben. Was ihr sonst noch beipackt, ist mir egal. Es dürfen aber keine alkoholischen Getränke und auch keine Briefe beigelegt werden. Habt ihr die letzte Zeit noch was von Hedwig gehört? Wie Toni mir schrieb, will Mutter ja die Ostertage nach Freren. Dann laß sie Heini nur sagen, daß er mir mal schreiben möchte, was er mir mal schreiben möchte, was er unternommen hat! Hoffentlich wird Heini in Ibbenbüren gewesen sein. Wenn Jöppi kann, dann laß er doch mal schreiben. Ich bin nämlich neugierig, was es im allgemein so in Laggenbeck gibt. In der Hoffnung, daß ihr mal schreibt, will ich schließen. Es grüßt Hermann.[4]
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ Vermutlich handelt es sich um jenen Josef Homann, der am 21. September 1984 in Laggenbeck starb, s. Todesanzeige in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 24. September 1984
- ↑ Felix Schulz, Heimatchronik Laggenbeck, Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH, 1985, S. 141
- ↑ Alfons Pelster, Ihre Meinung brachte zwei Brüder ins Konzentrationslager, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 28. November 2000
- ↑ 4,0 4,1 Josef Knappmeyer, Wegen "Hetze" ins KZ, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 7. Januar 1999