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Siegfried Spangenberg

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Siegfried Spangenberg (geboren am 7. Februar 1902 in Bochum-Weitmar, Todesdatum unbekannt) war ein deutscher Bergmann und Ortsgruppenleiter der NSDAP des Kreis Tecklenburgs für Ibbenbüren-Esch.[1]

Siegfried Spangenberg wurde am 7. Februar 1902 in Bochum-Weitmar geboren. Er besuchte von 1908 bis 1916 die dortige Volksschule, anschließend das Lehrer-Seminar in Hattingen, das er 1920 abbrach. 1926 bestand er die Steigerprüfung in der Bergsschule Bochum und am 24. Dezember 1942 die Fahrsteigerprüfung in Ibbenbüren, wo er seit 1931 für die Preußag arbeitete.

1937 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer: 4798910). Ab dem 1. April 1939 fungierte er als Ortsgruppenleiter für Ibbenbüren-Esch. 1933 trat er der SA bei und wurde Rottenführer. Zudem war er Blockwalter des NSV.

Nach seiner Entnazifizierung wurde Spangenberg vom Bergbauausschuss Essen am 5. Mai 1948 in die Kategorie III2b eingestuft. Nach einem Einspruch Spangenbergs wurde er durch den Entnazifizierungsausschuss Kohlenbergbau in die Kategorie IV a ohne Beschränkungen eingestuft.

Sämtliche Zeugen versicherten, dass der Betroffene moralisch wohl etwas daneben gelegen hätte, ihm aber in politischer Hinsicht nichts Belastendes nachzuweisen sei. Innerhalb des Betriebes hätte man sehr gut mit ihm auskommen können. Bei der Aufteilung der Ortsgruppe Ibbenbüren im Jahr 1939 sei er mit der Leitung der Ortsgruppe Ibbenbüren-Esch beauftragt worden. Diese Ortsgruppe hätte schätzungsweise 2-3000 Personen gezählt. Im ganzen Ort sei aber nicht bekannt, daß er je einen Menschen denunziert oder einen geschadet hätte. Im Betrieb hätte er keine Strafscheine ausgetellt.[2]

  1. Entnazifizierungsakte zu Siegfried Spangenberg; online: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/FDOQOX3TC3E7RXP3MF4Q23E66HYTTYBJ
  2. Berufungsurteil des Bergbauausschusses Essen zu Siegfried Spangenberg; online: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/IHBOQRILG5UO4IWJTOCA6DQG3U6HMPSB
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