Theo Röttger
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Theodor "Theo" Röttger (geboren am 5. November 1918 in Winningen[1], gestorben am 19. April 2005 in Ibbenbüren[2]) war ein deutscher Kaufmann, Lehrer und Kampfflieger. Er war am Angriff auf Stalingrad beteiligt.
Theodor Röttger wurde am 5. November 1918 in Winningen als Sohn von Christine und Franz Röttger geboren. Seine Familie zog mit ihm nach Ibbenbüren, als er drei Monate alt war. 1933 wurde er Mitglied der Ibbenbürener Spielvereinigung.[3] 1938 bestand er das Abitur.
Einsatz bei der Wehrmacht
Bearbeiten Quelltext bearbeiten1938 wurde Theo Röttger zum Arbeitsdienst eingezogen. 1939 meldete er sich zur Luftwaffe.[1] Ab Juni 1942 war er als Navigator der Besatzung einer Junkers JU 88 des Kampfgeschwader 51 am Angriff auf Stalingrad beteiligt.[4] Hierzu räumte er Kriegsverbrechen ein:
Zur vierköpfigen Crew einer JU 88 gehörten Flugzeugführer, Funker, Bordschütze und Navigator beziehungsweise Kampfbeobachter. den letzten Part hatte Theo Röttger inne. Aufgrund seiner Berechnungen führte er den Bomber ins Zielgebiet. Auf Zielansprache des Navigators löste der Pilot im Sturzanflug aus rund 3000 Metern Höhe die Bomben aus. Ausgesuchte Ziele waren Industrieanlagen wie die gigantische Traktorenfabrik "Roter Oktober" in Stalingrad. Zivileinrichtungen seien keine erklärten Ziele gewesen, betont JU-88-Veteran Theo Röttger, schränkt aber ein: "Wenn der feindliche Vormarsch gestoppt werden sollte, wurde keine Rücksicht genommen." Auch der Gegner hätte so verfahren.[4]
Interview zur ZDF-Dokumentation "Stalingrad"
Bearbeiten Quelltext bearbeitenFür die ZDF-Dokumentation Stalingrad wurde Theo Röttger zu seinem Einsatz in Stalingrad interviewt (Min. 23.42):
Nachkriegszeit
Bearbeiten Quelltext bearbeiten1949 bestand er die Abschlussprüfung zum Diplom-Kaufmann.[1] Er heiratete Friedel Kurtz.[5] Seit der Wiedergründung der Bürgerschützengesellschaft von 1546 zu Ibbenbüren war er dort Offizier, "zunächst als langjähriger Hauptmann der 1. Kompanie, dann als Major". Von 1954 bis 1967 war er Vorsitzender der Ibbenbürener Spielvereinigung.[3]
Namenspatron für Vereinspokale
Bearbeiten Quelltext bearbeitenDie Bürgerschützengesellschaft ehrte Röttger mit einem nach ihm benannten Pokalschießen um den Theo-Röttger-Gedächtnispokal.[6] 2006 initiierte die Ibbenbürener Spielvereinigung den Theo-Röttger-Pokal.[7]
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ 1,0 1,1 1,2 Claus Kossag, Großes Engagement für angehende Kaufleute, in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 21. April 2005
- ↑ Todesanzeige zu Theo Röttgen in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 21. Aprill 2005
- ↑ 3,0 3,1 Todesanzeige zu Theo Röttger in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 23. April 2005
- ↑ 4,0 4,1 Klaus Rotte, "Das Grausamste, was sich Menschen antun können, in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 30. September 2002
- ↑ Todesanzeige zu Friedel Röttger in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 29. Dezember 2001
- ↑ https://www.facebook.com/photo.php?fbid=295620952987074&id=100076175145514&set=a.179654101250427
- ↑ Artikel 100 Jahre Ibbenbürener Spielvereinigung 08 in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 16. Mai 2008, s.a. https://archiv.ibb-sv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25:chronik-1908-2008&catid=162&Itemid=267 und https://www.isv08.com/jugendkonzept