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Vermisstenfall Friedrich Riechel (1945)

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Friedhelm Riechel mit seiner Mutter

Bei Vermisstenfall Friedrich Riechel (1945) handelt es sich um einen Vermisstenfall aus dem Juni 1945.

Rekonstruiertes Geschehen

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Die Mutter des Vermissten erzählt folgendes Geschehen:

Am 7. Juni 1945 sei der 12-jährige Friedrich Riechel (geboren am 12. Januar 1933 in Ibbenbüren)[1] morgens um 7.30 Uhr von seiner Wohnadresse in Alstette mit dem Fahrrad in Richtung Riesenbeck gefahren, um bei einem Bauern zu arbeiten. Er sagte seiner Mutter, er wolle bald zurück sein. Allerdings kam er nie wieder zurück. Die Mutter des Jungen informierte in der Folge Jugendämter, das Rote Kreuz, Vermisstenstellen im ganzen Bundesgebiet, Fürsorgeämter, Lagerleitungen, Flüchtlingssuchstellen und andere Suchdienste ohne Erfolg.[2]

Der Cousin von Friedrich Riechel, Wilhelm Quindt, erinnerte am 10. Juni 2008 in der Ibbenbürener Volkszeitung an den Vermisstenfall und erhielt daraufhin einen Anruf eines angeblichen Schulkameradens von Friedhelm Riechel. Dieser behauptete, am Tag des angeblichen Verschwindens mit Friedrich Riechel, der zuhause körperlicher Gewalt ausgesetzt gewesen sein soll, bis 18 Uhr zusammen gewesen zu sein. Man habe sich für den nächsten Tag verabredet, an dem man sich auf einer Baustelle Geld verdienen wollte, indem sie einem Dachdecker Ziegel anreichten. Er sei wie verabredet am foldenen Tag zum Wohnhaus von Friedhelm Riechel gefahren, habe dort allerdings gesagt bekommen, dass Friedrich nicht vor Ort sei.[3]

Der Verbleib von Friedrich Riechel ist bis heute ungeklärt.

Der Onkel von Wilhelm Quindt, Walter Riechel, verschwand im Konzentrationslager Neuengamme und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg für tot erklärt. Ihm wurde in Ibbenbüren ein Stolperstein gewidmet.

  1. Tobias Vieth, Cousin verschwindet auf der Fahrt nach Riesenbeck, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 10. Juni 2008
  2. Artikel Ibbenbürener Mutter bangt seit 15 Jahren um ihren Sohn in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 30. Juni 1960
  3. Tobias Vieth, Eine Legende hat er bereits zerstört, in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 24. November 2009