Wilhelm Kröner
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Wilhelm Kröner (geboren am 31. Januar 1895 in Ibbenbüren[1], gestorben am 11. Mai 1965 in Ibbenbüren[2]) war ein deutscher Fabrikbesitzer. Er war Mitglied der NSDAP. 1943 wurde er aus der Partei ausgeschlossen.
Wilhelm Kröner besuchte die Volksschule in Ibbenbüren von 1901 bis 1905, anschließend die Rektoratsschule bis 1910. Von 1910 an war er am Katholischen Gymnasium in Rheine, wo er 1914 das Abitur bestand. Ein danach angestrebtes Studium an der Universität Bonn konnte er wegen des Kriegsabruchs des 1. Weltkrieges nicht beenden. Ergehörte dort der Turnerschaft-Studentenburschenschaft an. Am ersten Weltkrieg nahm er als Leutnant der Reserwe teil. Er wurde bei seinem Einsatz in Russland schwer verwundet. Am 1. Januar 1931 übernahm er die Leitung der Weizenstärkefabrik Hermann Kröner, deren Teilhaber er war. Bis 1935 bezog er ein Angestelltengehalt, danach als Besitzer ein deutlich höheres.
Im Frühjahr 1932 wurde er Mitglied der NSDAP, im April 1933 der SS.[1] Er war zudem Mitglied der NSBO, der NSV, des NSKO, des NS-Reichskriegerbundes, der Deutschen Jägerschaft und des Reichsverbands für deutsche Warmblutzucht.
Ich war früher Mitglied und im Vorstande des Reitervereins und erhielt dann im April 1933 von einem Dr. Glasmeyer, Münster, den Auftrag, die Reitervereine des Kreises Tecklenburg in die SS-Reiterei zu überführen. Ich weigerte mich ( Zeuge Willi Meier, Ibbenbüren-Werthmühle ). Dr. Glasmeyer erklärte, wir könnten sonst an keiner sportlichen Veranstaltung teilnehmen (Turnier) und ich hätte dem Auftrage als Parteimitglied Folge zu leisten. Ich stellte die Bedigung, dass es sich nur um Sport handele und wir mit der allgemeinen SS nichts zu tun haben wollten. Das wurde mir auch zugesagt, aber später nicht gehalten. Ich verbat mir besonders, dem Führer der allgemeinen SS, Anton Scheidt, Ibbenbüren. unterstellt zu sein. Auch dies wurde nicht gehalten. Ich weigerte mich u.a., mit der Reiterei Polizeidienst zu machen. Es kam zu ständigen Reibereien und politschen Meinungsverschiedenheiten. Von seiten Scheidts wurde ich des öfteren mit Verhaftung bedroht. Im Februar 1934 wurde mein Haus von der Gendarmerie und SS umstellt und ich wurde für kurze Zeit verhaftet. Ich bin kein Mitglied der SS geworden und habe keinen Rang gehabt, sondern bin als Anwärter im Frühjahr wieder freiwillig ausgetreten. ( Beweis: Briefanschrift der SS-Reiterei Münster vom 3.2.34 ) Seit dem Austritt habe ich praktisch mit der Partei und ihren Gliederungen nichts mehr zu tun gehabt, ich habe keine Versammlungen mehr besucht und keine offiziellen Umzüge mitgemacht, sondern soweit, wie es in meinen Kräften stand, politischen Widerstand geleitet.
Am 24. September 1943 wurde Kröner aus der Partei ausgeschlossen. Wegen der Behauptung
Hitler ist der größte Verbrecher und gehört an die Wand.
wurde er verhaftet und im Gestapo-Gefängnis Münster festgehalten. Ihm drohte die Todesstrafe, die sein Anwalt abwenden konnte. Das Verfahren wurde nach 8 Monaten eingestellt.[1]
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ 1,0 1,1 1,2 Entnazifizierungsakte zu Wilhelm Kröner; online: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/BNK3JZLQ5SRGPBOMJF6HJKTKP3MMLCZO?query=entnazifizierung+kr%C3%B6ner+tecklenburg&isThumbnailFiltered=true&rows=20&offset=0&viewType=list&hitNumber=03
- ↑ Todesanzeige zu Wilhelm Kröner in der Ausgabe der Zeitung Ibbenbürener Volkszeitung vom 12. Mai 1965