Hermann Dormann

Hermann Wilhelm[1] Dormann (geboren am 11. Oktober 1912 in Westerkappeln[2], vermisst am 22. Januar 1943 in Stalingrad[3][2]) war ein deutscher Polizist, Kreisgeschäftsführer des Ortsverbands Tecklenburg der NSDAP, der seinen Sitz in Ibbenbüren hatte,[4] und Hauptmann im Panzergrenadier-Regiment 64 der 16. Panzer-Division der Wehrmacht.[3][2].

Hermann Dormann (Foto: Wilco Vermeer Sammlung)

LebenBearbeiten

Hermann Dormann wurde am 11. Oktober 1912 als Sohn des Schuhmachermeisters Wilhelm Dormann in Westerkappeln geboren. Er besuchte das Realgymnasium zu Osnabrück und darauf folgend die Polizeischule Bonn. 1936 wurde er Leutnant der Landespolizei und in das Heer übernommen.[2] In Ibbenbüren wurde er Kreisgeschäftsführer des Orsverbands Tecklenburg der NSDAP. 1941 wurde er zum Hauptmann befördert.[2]

Dormann nahm an der Schlacht um Stalingrad teil. Seinem früheren Gymnasium schrieb er:

Leider komme ich jetzt erst daran, Ihnen den versprochenen Bericht zu schreiben. Die Kämpfe um diese Ruinenstadt ließen uns noch nicht zur Ruhe kommen; doch es geht Schritt für Schritt dem Ende näher. Mag auch der Kampf langwierig sein, über den Ausgang besteht kein Zweifel.
Wir warten schon wieder sehr auf das nächste Mitteilungsblatt. In der letzten Zeit konnte ich mit meinem Bataillon unter hervorragender Unterstützung durch den ehemaligen Mitschüler, den jetzigen Panzerpionier-Leutnant Gerke, den Vorort Orlowka nehmen, der auch im OKW-Bericht erwähnung fand.
[2]

Am 22. Januar 1943 wurde Dormann als im Kampf vermisst gemeldet.[3]

EhrungenBearbeiten

Hermann Dormann wurde DRL Sportabzeichen in Bronze verliehen, das Verwundetenabzeichen 1939 in Schwarz, das Infanterie-Sturmabzeichen, das Eiserne Kreuz 1. Klasse, das Eiserne Kreuz 2. Klasse, am 15. März 1942 das Deutsche Kreuz in Gold und am 4. Januar 1943 durch Adolf Hitler[5] das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes[6][7][8].

Auf einer Tafel er Deutschen Kriegsgräberstätte Rossoschka ist Herrmann Dormann in der zweiten Spalte an 14. Stelle aufgeführt.[3]

EinzelverweiseBearbeiten

  1. https://www.stalingrad.net/german-hq/knight-cross-winners/knight_cross.html
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Mitteilungsblatt der Staatlichen Oberschule für Jungen und der Vereinigung ehemaliger Schüler, Doppelnummer 9/10, April 1943, S. 21
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 https://www.tracesofwar.com/persons/3632/Dormann-Hermann.htm
  4. Festschrift zum Kreistreffen der NSDAP des Kreises Tecklenburg am 26. April 1936 in Ibbenbüren , Bernhard Scholten, Ibbenbüren, 72 Seiten. s. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_47.htm
  5. Artikel Starker Einsatz der deutschen Luftwaffe an der Ostfront, in der Zeitung Zschopauer Tageblatt vom 11. Januar 1943, S. 1, s. https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?tx_dlf[id]=523020&tx_dlf[highlight_word]=dormann&tx_dlf[page]=1&cHash=c3fa806fd57b3b0bfa597c89bb01b888
  6. Artikel Einem Sohn Westerkappelns wurde das Ritterkreuz verliehen in der Ausgabe der Ibbenbürener Volkszeitung vom 16. Januar 1943
  7. s. Franz Thomas, Günter Wegmann, Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht 1939-1945, Biblio Verlag, Osnabrück, 1998.
  8. Artikel List of Knight's Cross of the Iron Cross recipients (D) in der englischen Wikipedia, s. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Knight%27s_Cross_of_the_Iron_Cross_recipients_(D)