Ewald Berger
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Heinrich Ewald Berger (geboren am 16. August 1914 in Ibbenbüren, ermordet am 15. Juni 1940 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Fliesenleger und Kriegsdienstverweigerer. Er gehörte Jehovas Zeugen an.
Ewald Berger wurde am 16. August 1914 als Sohn von Josef und Ida Berger, geborene Hagedorn, in Ibbenbüren geboren. Er hatte einen Bruder namens Josef. Er absolvierte eine Lehre als Fliesenleger. Später zog er nach Bromberg. 1940 wurde er wegen Kriegsdienstverweigerung festgenommen. Diese stand dem Erlass der Kriegssonderstrafrechtsverordnung unter Strafe. Am 10. Juni 1940 wurde Ewald Berger in das Gefängnnis Plötzensee überstellt und dort in der Anstalt 3 untergebracht.[1]
Brief von Ewald Berger an seine Mutter
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Am 15. Mai 1940 schrieb Berger an seine Mutter:
Was ich verbrochen habe, wisst ihr ja. Ich habe euch ja von Thorn aus mitgeteilt, dass ich unter keinen Umständen auf Menschen schießen und den Eid leisten kann, da mir dieses das Wort Gottes verbietet, und ich habe es mit der Heiligen Schrift begründet. (...) So verbleibe ich nun Dir, liebste Mutter mein, in der Ferne als Dein auf Freiheit wartender Sohn, in großer Hoffnung, Liebe u. Glaube treu. Dein Sohn Ewald. Gott mir Dir!"[2]
Verurteilung
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Wegen Verweigerung des Kriegsdienstes wurde der in Bromberg lebende Berger inhaftiert und vom Reichskriegsgericht am 21. Mai 1940 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 15. Juni 1940 um 6 Uhr 10 durch Enthauptung vollstreckt. [3]
Stolperstein
Bearbeiten Quelltext bearbeitenAn der Adresse Arenbergstraße 1 in Ibbenbüren wurde am 3. November 2017 ein Stolperstein zum Gedenken an Ewald Berger verlegt.[4]
Ergänzung auf stadtmuseum-ibbenbüren.de [4]
Bearbeiten Quelltext bearbeitenIn der Bevölkerung war nicht bekannt, dass Ewald Berger hingerichtet worden war. Es hieß, er habe auf der Suche nach seiner Seele Selbstmord begangen.
Einzelverweise
Bearbeiten Quelltext bearbeiten- ↑ s. Seite zu Ewald Berger auf der Internetseite der Gedenkstätte Plötzensee
- ↑ (Zusatzfeferenz aus der Quelle: "WTA Dok 15/05/40, FK. vom Original") Johannes Wrobel, "Auf Wiedersehen!" - Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas im NS-Regime, in: Marcus Herrberger (Hg.), Denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!" : die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939-1945), Verlag Österreich, 2005, S. 295; s.a. http://www.jwhistory.net/text/herrberger2005/wrobel2005.htm; s.a. Jehovas Zeugen in Deutschland, Archiv in Selters
- ↑ Johannes Wrobel, "Auf Wiedersehen!" - Abschiedsbriefe von zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas im NS-Regime, in: Marcus Herrberger (Hg.), Denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!" : die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939-1945), Verlag Österreich, 2005, S. 386
- ↑ 4,0 4,1 https://stolpersteine-ibbenbueren.de/verlegungen/3-november-2017/ewald-berger/