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Konrad Grebe

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Konrad Grebe (geboren am 7. Juni 1907 in Heiligenwald[1], heute Ortsteil von Schiffweiler, gestorben am 12. Juli 1972 in Wuppertal) war ein deutscher Steiger, Erfinder und Ortsgruppenfunkstellenleiter der NSDAP im Kreis Tecklenburg.[1]

Konrad Grebe wurde am 7. Juni 1907 in Heiligenwald geboren. Er besuchte die Volksschule in Reeden von 1913 bis 1921. Von 1924 besuchte er die Bergvorschule in Neunkirchen und von 1928 bis 1931 die Bergschule Bochum. Ab dem 1. April 1931 arbeitete er für die Preußag in Ibbenbüren. Er trat am 1. Mai 1933 in die NSDAP ein. Hierzu erklärte er:

"Mein Eintritt in die NSDAP erfolgte aus der Erkenntnis, dass die damalige katastrophale Lage Deutschlands mit allen bis dahin versuchten Mitteln nicht geändert werden konnte, dass es vielmehr ganz neuer Wege bedurfte, um das Deutsche Volk aus dieser Situation herauszuführen. In der NSDAP sah ich das Instrument, die damaligen Misstände zu beseitigen und wollte durch meinen Beitritt zu meinem Teile daran mithelfen."[1]

Seit 1936 arbeitete er am Kohlenhobel. 1938 bestand er die Prüfung zum Maschinen- und Elektrofahrsteiger in Hannover. Im selben Jahr wurde er Ortsgruppenfunkstellenleiter der NSDAP im Kreis Tecklenburg. Für die Erfindung des Kohlenhobels wurde er von Adolf Hitler am 1. Mai 1943 als Pionier der Arbeit ausgezeichnet. Dem Betriebsdirektor der Preußag Rudolf Wilhelm Christoph zufolge, hat dieser Kohlenhobel allerdings nicht funktioniert und wurde nicht eingesetzt:

"Ich hatte mich gegen die Herren Dreyer und Grebe zu wehren, ein Gewinnungsgerät mit Parteipropaganda behängen zu lassen, das den Beweis seiner technischen Eignung im Betriebe bis heute [21.September 1945] schuldig geblieben ist. […] Alles war in die Entwicklung von Grebe’schen Phantasieplänen eingespannt, und wertvolle, junge tüchtige Arbeitskräfte wurden dem allgemeinen Grubenbetrieb entzogen”. Nach seiner wiederholten Kritik, so der Betriebsdirektor, habe Dreyer gar Generaldirektor Wisselmann darum gebeten, dessen “Freigabe zur Wehrmacht zu erwirken”.[2]

An der Entwicklung des späteren Kohlenhobels, der große Bekanntheit erwarb, war Grebe nicht beteiligt. Ab dem 1. April 1945 war er Leiter des eigenen Versuchsbetriebes, bis er am 1. 8. 1945 durch die britische Militärregierung im Internierungslager Staumühle interniert wurde. Die Internierung dauerte bis zum 27. Juli 1947, als er in die "Gruppe 4a" eingeordnet wurde, was seine Entlassung bedeutete.[1]

Ab dem 1. September 1947 betrieb Grebe ein Ingenieurbüro zur Weiterentwicklung der Mechanisierung im Bergbau in Wuppertal-Elberfeld.

Entnazifizierungsprozess

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Im Entnazifizierungsprozess belastete Grebe sich selbst, während andere Personen versuchten, ihn zu entlasten. So schrieb der damalige Amtsbürgermeister Ibbenbürens, Andreas Horstmann :

"Die NS. Weltanschauung selbst sowie die brutalen Auswirkungen derselben lehnte er ab, da sie seiner charakterlichen und sittlichen Veranlagung nicht entsprachen. Deshalb ist seine Zugehörigkeit zur NSDAP nicht aus politischen Motiven, sondern unter dem Eindruck der politischen Entwicklung und der sich daraus ergebenden Zwangslage für die angestellten und Beamten der "Preussag", erfolgt, anzusehen."

Bei der Bewertung des Ausschusses fand dies keine Berücksichtigung und Grebe wurde in der Sitzung des Ausschusses vom 24. August 1948 in der Kategorie IV als belastet eingestuft, so dass er nicht mehr bei der Preußag in Ibbenbüren weiterarbeiten konnte.[1]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Entnazifizierungsakte zu Konrad Grebe; online: https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Rheinland%2FNW-Bestaende%2FNW_1035%2F~043%2FNW_1035-04321%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=1&cHash=3aa48f2281603fc11d4c5abb8de50092
  2. Fußnote aus der Quelle: BW Ibbenbüren, Akte Betriebsdirektor Christoph, Schreiben an den Landrat des Kreises Tecklenburg, 21.9.1945, S. 1–2. in Gunnar Gawehn, Im tiefen Norden. Die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Ibbenbüren, Aschendorff Verlag, 2018, S. 358f.