Arie Möhlmann

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Arie Möhlmann (* 19. April 1915 in Ibbenbüren[1], † 01.10.1989 in Berlin[2]) war ein deutscher Buchbinder, Konditor und SS-Hauptsturmführer[1] (SS-Nr. 165026[3]). Er war NSDAP-Mitglied mit der Nr. 3568708[3]. Er gehörte zum Personal des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau[4].

Biographie[Bearbeiten]

Archiv-Karteikarte von Arie Möhlmann
Möhlmann trat 1931 in die Hitler-Jugend ein und trat am 01. März 1933 in die Allgemeine SS über[2]. Vom 12. September 1934 bis zum 30 September 1936 und seit dem 26. August 1939 gehörte Arie Möhlmann zur SS-Verfügungstruppe/ Waffen-SS[5]. Von spätestens März 1940[6] bis Juni 1941 war er als Kompanieführer der 1. SS-Wachkompanie in Auschwitz[1]. Am 20. April 1941 wurde er zum SS-Untersturmführer [7] und zum SS-Obersturmführer befördert[8]. Am 30. Januar 1945 wurde er zum SS-Hauptsturmführer der Waffen-SS befördert[2].

Nach 1945 war er Inhaber einer Konditorei in Ibbenbüren[1][9].

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Möhlmann wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern, dem SA-Sportabzeichen in Bronze, dem Deutschen Reichssportabzeichen in Bronze, dem Goldenen HJ-Ehrenzeichen und dem Julleuchner ausgezeichnet[8].

Zitate[Bearbeiten]

Am 1.3.33 bin ich von der Hitlerjugend in die Allg.-SS übergetreten und war auch seit dieser Zeit Mitglied der NSDAP.

Bei den SS-Leuten, die von mir ausgebildet wurden, handelte es sich meistens um Österreicher.

Mir ist während meiner Zeit in Auschwitz nicht bekannt geworden, daß in Auschwitz Häftlinge erschossen wurden. [10][1]

Strafprozess[Bearbeiten]

Möhlmann wurde im 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (Strafverfahren gegen Robert Mulka u.a., Az.4 Ks 2/63, Landgericht Frankfurt am Main Vernehmungsprotokoll 8212–8214) verhört[11].

Trivia[Bearbeiten]

  • Arie Möhlmann war Mitglied der Arge Danzig[12]
  • Seine Ehefrau Lieselott (geborene Dahmann, *28.04.1916 in Osnabrück, gest. 24.12.2003 in Berlin[13]) war eine ausgezeichnete Schwimmerin und sollte an den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin teilnehmen, was aber an einer Verletzung scheiterte[14].

Einzelverweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Klee, Ernst, Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013 (Ebook ohne genaue Seitenangabe)
  2. 2,0 2,1 2,2 http://www.tenhumbergreinhard.de/1933-1945-taeter-und-mitlaeufer/1933-1945-biografien-m/moehlmann-arie.html
  3. 3,0 3,1 http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer165.html
  4. http://pl.wikipedia.org/wiki/Personel_Auschwitz-Birkenau
  5. Wacław Długoborski, Franciszek Piper, Auschwitz, 1940-1945: Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Band 1, Verlag des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, 1999, S. 344
  6. Wacław Długoborski, Franciszek Piper, Auschwitz, 1940-1945: Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Band 1, Verlag des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, 1999, S. 343
  7. Norbert Frei (Ed.) et al, Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz, Band 1: Standort- und Kommandaturbefehle des Konzentrationslagers Auschwitz 1940-1945, K.G. Saur Verlag, München 2000, S. 33
  8. 8,0 8,1 http://pamiec.pl/pa/form/r214451655,MHLMANN.html
  9. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/ibbenbueren_gestern_heute_grosse_strasse.htm
  10. Auschwitz-Verfahren, Bl. 8212ff.
  11. http://www.auschwitz-trial-frankfurt.hessen.de/img/06/Findbuch_Auschwitz-Prozess_MoW_2016-11-17.pdf
  12. https://www.danzig.org/galerie/7/?cat_id=1076&gallery-img-id=16108
  13. https://books.google.de/books?id=ICUYBQAAQBAJ&pg=PA17&lpg=PA17&dq=arie+möhlmann+a&source=bl&ots=AOiRrXdL-6&sig=ACfU3U0NoFWps0wjdQxXBc_qzCLjRddIRA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjrsuKbzObpAhWGGuwKHXonCzkQ6AEwDHoECAoQAQ#v=onepage&q=arie%20möhlmann%20olympia&f=false
  14. Ernst Hunsicker, Kindheits- und Jugenderinnerungen, Grin Verlag, S. 18