Stolpersteine

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Enstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Aus der Wikipedia:

Stolpersteine ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine sind quaderförmige Betonsteine mit einer Kantenlänge von 96 × 96 Millimeter und einer Höhe von 100 Millimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Am 6. Oktober 2016 in Ibbenbüren verlegte Stolpersteine[Bearbeiten]

Große Straße 55: Familien Louis Löwenstein[1]
Louis Löwenstein, *10.8.1868, 1942 nach Theresienstadt deportiert, 1942 in Maly Trostinez ermordet
Johanna Löwenstein geb. Jacobs, *15.12.1859, Aufschrift: "gedemütigt, entrechtet, tot 26.5.1938"
Bertha Weinberg geb. Löwenstein, *22.8.1897, Schicksal unbekannt
Rosa Löwenstein, *10.12.1900. 1942 nach Theresienstadt deportiert, am 27.4.1944 ermordet[2]
Henriette Kamenetzky geb. Löwenstein, *5.7.1895, Aufschrift: "'Polenaktion' 1938, Bentschen/Zbaszyn, 1942 Treblinka ermordet"
Mathilde Löwenstein, *1.5.1879, Schicksal unbekannt

Schulstraße 2: Familie Meyer Rosenthal[3]
Meyer Rosenthal, *7.4.1869, Aufschrift: "Zwangsumzug 1942 Hopsten 'Judenhaus', deportiert 1942 Theresienstadt, 1942 Treblinka ermordet"
Rika Rosenthal geb. Prag, *17.3.1875, Aufschrift:"Zwangsumzug 1942 Hopsten 'Judenhaus', deportiert 1942 Theresienstadt, 1942 Treblinka ermordet"[4]
Karl Rosenthal, *10.6.1913, Aufschrift: "'Schutzhaft' 1938 Sachsenhausen, Flucht 1939 Jugoslawien, 1941 Sabac, ermordet 12.10.1941 Zasavica"
Paul Abrahamsohn, *5.4.1917, 1936 Flucht nach Südafrika

Unterer Markt 2: Familie Sally Löwenstein[5]
Sally Löwenstein, *24.5.1865, 1938 Flucht nach Südafrika
Bertha Löwenstein geb. Elsberg, *19.5.1864, 1938 Flucht nach Südafrika
Manfred Löwenstein, *17.9.1902, 1938 Flucht in die Niederlande, Schicksal unbekannt
Emma Löwenstein geb. Poppert, *18.3.1904, 1937 Flucht in die Niederlande, in Westerbork interniert und anschließend nach Polen deportiert
Walter Poppert, *11.8.1902, 1936 Flucht nach Südafrika
Lilly Poppert geb. Löwenstein, *27.10.1904, 1936 Flucht nach Südafrika
Eleonore Wilhelmine Löwenstein geb. Lange, *10.7.1898, 1939 Flucht nach Südafrika
Julius Löwenstein, *17.1.1901, 1939 Flucht nach Südafrika

Unterer Markt 10: Familie Goldschmidt[6]
Sally Goldschmidt, *26.7.1874, Aufschrift: "gedemütigt,entrechtet, tot 1.3.1936"
Rosalie Goldschmidt geb. Moses, *22.5.1882, 1939 Flucht nach Südafrika
Johanna Goldschmidt geb. Moses, *21.9.1878, 1942 deportiert nach Theresienstadt, ermordet am 28.9.1942
Josef Goldschmidt, *15.12.1908, Aufschrift: "unfreiwillig verzogen, 1938 Köln, tot 22.6.1939 jüdisches Krankenhaus"
Walter Goldschmidt, *25.2.1910, 1936 Flucht nach Südafrika

Stolpersteine mit Bezug zu Ibbenbüren[Bearbeiten]

Zur Zeit existieren lediglich Stolpersteine mit Bezug zu Ibbenbüren in anderen Städten:

Borghorst[Bearbeiten]

Am 03.06.2008 wurde in Borghorst an der Münsterstraße 61 für Siegfried Löwenstein (geb. 16.03.1906 in Ibbenbüren, gestorben am 30.04.1943 im Sobibor) ein Stolperstein verlegt.[7]

Duderstadt[Bearbeiten]

In Duderstadt erinnert am Haus "Bei der Oberkirche 2" ein Stolperstein an Heinrich Kötter.

Hamburg[Bearbeiten]

In der Marktstraße 44 befinden sich Stolpersteine für Meta Cohen (geb. Rosenthal, geb. 2.2.1902 (4.2.1902) in Ibbenbüren, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk) und Ellen Cohen (geb. 28.9.1926 in Ibbenbüren, deportiert am 18.11.1941 nach Minsk )[8].
In der Eiffestraße 23 befindet sich ein Stolperstein für Albert Rosenberg (geb. 28.7.1880, deportiert am 25.10.1941 nach Lodz), der seine Metzger-Ausbildung in Ibbenbüren absolvierte.[9]

Lingen[Bearbeiten]

In der Georgstraße 6 befindet sich ein Stolperstein für Herrmann Silbermann (geb. 1856 in Lingen, Sterbedatum unbekannt). Sein Großvater Samuel (Salomon) Meyberg wurde 1772 in Ibbenbüren geboren.[10]

Osnabrück[Bearbeiten]

In der Martinistraße 43 befindet sich ein Stolperstein für Luise Brammer (geb. am 17. März 1882 als Luise Knüppe in Ibbenbüren, gestorben 10./11.06 1941 in Hadamar).[11]
Am Hasetorwall 14 befindet sich ein Stolperstein für Rosalie Grünberg (geb. am 23.11.1896 in Osnabrück, im Dezember 1941 nach Riga deportiert und gilt als "verschollen"). Ihr Vater Levy Grünberg wurde am 12.2.1834 in Ibbenbüren geboren.[12]

Remscheid[Bearbeiten]

In der Alleestraße 6 befindet sich ein Stolperstein für Sophie Löwenstein (geb. 28. Dezember 1871 in Ibbenbüren als Sophie Goldberg, ermordet im KZ Auschwitz).[13]

Einzelverweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/grafik_stolpersteine/fotos/1%20Stolpersteine-Grosse-Strasse-55-Loewenstein-2-700.jpg
  2. http://www.holocaust.cz/en/database-of-victims/victim/46903-rosa-l-wenstein/
  3. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/grafik_stolpersteine/fotos/2%20Stolpersteine%20Schulstr.%202%20M-Rosenthal-700.jpg
  4. http://www.holocaust.cz/en/database-of-victims/victim/29511-rika-rosenthal/
  5. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/grafik_stolpersteine/fotos/3%20Stolpersteine%20Unterer-Markt-2-Loewenstein-2-700.jpg
  6. http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/grafik_stolpersteine/fotos/4%20Stolpersteine%20Unterer%20Markt%2010%20goldschmidt-2-700.jpg
  7. http://www.stolpersteine-muensterland.de/?page_id=20&show=658
  8. http://www.stolpersteine-hamburg.de/en.php?&LANGUAGE=EN&MAIN_ID=7&p=35&BIO_ID=2908
  9. http://www.stolpersteine-hamburg.de/en.php?&LANGUAGE=EN&MAIN_ID=7&p=170&BIO_ID=2151
  10. http://www.lingen.de/pdf_files/flyer/stolpersteine2013_internet.pdf
  11. http://stolpersteine.osnabrueck.de/index.php?id=348
  12. http://stolpersteine.osnabrueck.de/index.php?id=317&parameter=G
  13. http://www.stolpersteine-remscheid.de/Im_Stolpergang_durch_Remscheid.pdf